Neues
Porträt
Organisation
Mitgliedschaft
Baden
Badnerlied
Baden-Forum
Archiv
Links
Shop
Kontakt



Baden-Forum

Einträge können nur registrierte Benutzer vornehmen - bitte registrieren lassen.
Dadurch wird verhindert, dass der Name eines Benutzers missbraucht wird.

log in | registrieren

Ein Badner(R)

E-Mail

21.05.2006, 20:59
 

Stuttgarter Zentralismus

Unter dem Eintrag Eva Kraus vom 26.8.2005 wird nun das Thema "Zentralismus" diskutiert, obwohl die Eva eigentlich das Thema "Dialekte" angesprochen hatte.

Zentralismus in Baden-Württemberg ist ein sehr interessantes Thema, das alle Baden-Württemberger außerhalb des Stuttgarter Raumes betrifft, insbesondere uns Badner. Diesen neuen Eintrag habe ich vorgenommen, damit wir das Thema gesondert diskutieren können.

Mit Stuttgarter Zentralismus meine ich sowohl die Landesregierung als auch die Stadt Stuttgart. Manchmal entsteht der Eindruck die Landesregierung sei der Gemeinderat von Stuttgart, oder auch umgekehrt. Nicht von ungefähr hat schließlich der Stuttgarter OB Schuster dem scheidenden MP Teufel für dessen "Verdienste für die Stadt Stuttgart" gedankt.

Stuttgart feiert dieses Jahr mit einer großen Landesausstellung "200 Jahre Königreich Württemberg", die absolutistische Zeit. 200 Jahre?

Das Königreich Württemberg wurde 1806 von Napoleon geschaffen. Heute befinden wir uns im Jahre 2006 und es entsteht manchmal für uns Badner der Eindruck, dass Napoleon uns den Württembergern zugeschlagen hätte, und in Stuttgart noch ein König regieren würde.

NOMOS schrieb dazu (bei Eva am 20.5.2006):

» Vielleicht wäre es besser gewesen, Napoleon hätte dafür gesorgt, dass die "badischen Landesteile" französische Landesteile geworden wären. Dann hätten die "Landesteile" wirklich erfahren können, was Zentralismus ist.
» :-(

Für Württemberger ist Zentralismus kein Problem, denn sie sind das schon seit 1806 gewohnt, der Bildung des Königreiches Württemberg. Die Könige von Württemberg pflegten den Zentralismus, daher auch der Schwabenspruch "alles, alles nach Stuttgart hin". Diesen Ausspruch hätte ich gerne in der Urform geschrieben, in schwäbisch. Vielleicht kann NOMOS das übersetzen, damit auch die Schwaben das lesen können, welche lt. "Stuttgart" ja nicht hochdeutsch können.

Im Gegensatz zu den württembergischen Königen haben die Großherzöge in Baden nach 1806 die neuen Gebiete nicht zentralistisch beherrscht, sondern integriert und ein Baden geschaffen zu dem die gesamte Bevölkerung stand. Und das steckt in uns "Badnern" eben drin und deshalb nehmen wir Zentralismus war, reagieren empfindlich darauf und wehren uns dagegen.

Der Wunsch von NOMOS, dass Napoleon Baden zu einem französischen Landesteil hätte machen sollen ist weit hergeholt und passte nicht in Napoleons Überlegungen. Um den Zentralismus in höchster Form kennen zu lernen hätte es genügt wenn Napoleon uns den Württembergern zugeschlagen hätte, aber so grausam war Napoleon nicht. Dies wurde erst auf die sog. "demokratisch-schwäbische Art 1951/52" realisiert.

NOMOS

BW,D,EU,
22.05.2006, 18:50

@ Ein Badner

Stuttgarter Zentralismus

» Für Württemberger ist Zentralismus kein Problem, denn sie sind das schon
» seit 1806 gewohnt, der Bildung des Königreiches Württemberg. Die Könige
» von Württemberg pflegten den Zentralismus, daher auch der Schwabenspruch
» "alles, alles nach Stuttgart hin". Diesen Ausspruch hätte ich gerne in der
» Urform geschrieben, in schwäbisch. Vielleicht kann NOMOS das übersetzen,
» damit auch die Schwaben das lesen können, welche lt. "Stuttgart" ja nicht
» hochdeutsch können.
»
» Im Gegensatz zu den württembergischen Königen haben die Großherzöge in
» Baden nach 1806 die neuen Gebiete nicht zentralistisch beherrscht, sondern
» integriert und ein Baden geschaffen zu dem die gesamte Bevölkerung stand.
» Und das steckt in uns "Badnern" eben drin und deshalb nehmen wir
» Zentralismus war, reagieren empfindlich darauf und wehren uns dagegen.
»
» Der Wunsch von NOMOS, dass Napoleon Baden zu einem französischen
» Landesteil hätte machen sollen ist weit hergeholt und passte nicht in
» Napoleons Überlegungen. Um den Zentralismus in höchster Form kennen zu
» lernen hätte es genügt wenn Napoleon uns den Württembergern zugeschlagen
» hätte, aber so grausam war Napoleon nicht. Dies wurde erst auf die sog.
» "demokratisch-schwäbische Art 1951/52" realisiert.

Die Badener vor Zentralismus zu verschonen, daran hat Napoleon sicher nicht gedacht. Durch die Entschädigung für die von Frankreich beanspruchten linksrheinischen Gebiete erreichte Baden seine territoriale Gestalt.1806 wurde aus der Markgrafschaft das Großherzogtum Baden.

Es gibt gute und es gibt schlechte Politik!
Es gibt Steuergeldverschwendung und manchen Unfug. Aber der krankhafte Zentralismusvorwurf an die Landeshauptstadt unter Einsatz aller Mittel, die Geschichte dabei nicht ausgenommen, "Ein Badener", das ist doch albern. ;-)

Die Frage
Lesenswert

Suedbadner

23.05.2006, 10:41

@ NOMOS

Stuttgarter Zentralismus

» Die Badener vor Zentralismus zu verschonen, daran hat Napoleon sicher
» nicht gedacht. Durch die Entschädigung für die von Frankreich
» beanspruchten linksrheinischen Gebiete erreichte Baden seine territoriale
» Gestalt.1806 wurde aus der Markgrafschaft das Großherzogtum Baden.
Auch Würtemberg wäre ohne Napoleon nichts...
Aber im Gegensatz zu Wü ließen die Badner
den verschiedenen Gebieten im "Vielvölkerstaat" eine gewisse Selbständigkeit. Dies zeigt sich z.B. daran,
dass es mit FR, KA, MA, HD mehrere größere
Städte in Baden gab. In Würtemberg bezog sich alles auf Stuttgart.

» Es gibt gute und es gibt schlechte Politik!
» Es gibt Steuergeldverschwendung und manchen Unfug. Aber der krankhafte
» Zentralismusvorwurf an die Landeshauptstadt unter Einsatz aller Mittel,
» die Geschichte dabei nicht ausgenommen, "Ein Badener", das ist doch
» albern. ;-)
»
Auf die "schwäbisch"- lastigen Artikel gehe ich gar nicht ein, dafür fehlt mir die Zeit.
Aber Wohleb als Nationalisten (im negativen Sinn) zu bezeichnen, zeigt wie wenig die Autoren Ahnung haben.
Ich bleibe beim eigentlichen Artikel:
Werden nicht nach und nach alle wichtigen (Landes-)unternehmen, Behörden, etc nach Stuttgart verlegt? Werden nicht auf Kosten anderer Landesteile Milliarden in die Infrastruktur des Stuttgarter Raumes investiert? Die Stadt Freiburg hat Aufgaben übernommen die in anderen (auch badischen )Landesteilen vom Land übernommen werden (Museen, Theater, etc). Zuschüsse für Infrastruktur (z.B. Messe, Konzerthaus)gab es kaum. Jetzt muß die Stadt ihre Wohnungen verkaufen um das Haushaltsloch zu stopfen.
Großzügig hat sich die LEG (Land & eine würtem. Sparkasse)angeboten, diese zu übernehmen- manche sagen dazu "schwäbische Heuschrecken".
Ich habe schon einmal darauf hin gewiesen, dass z.B. der "Landesflughafen"
für Südbaden keine Rolle spielt, gleichzeitig
kämpft die Region vergeblich darum, dass das Land sich
am Euroairport beteiligt.
Jetzt soll der "Landesflughafen" eine neue
Startbahn bekommen- dann kann der Baden- Airport vermutlich dicht machen, da dieser ja dem Landesflughafen gehört.
Für die neue Messe werden Milliarden verpulvert - obwohl es in Deutschland genug Großmessen gibt. Gleichzeitig werden Messe-Veranstaltungen
(z.B. Sinzheim) nach Stuttgart verlagert.
Andere Messen wie z.B. FR haben lächerliche Zuschüsse bekommen (auch wenn man das verhältnis betrachtet).
Mit Stuttgart 21 kommt das nächste Milliarden- Loch, wobei selbst die Bahn sagt
es gibt keine Zeitgewinne (Umstieg benötigt diese eh). Eine Stadtsanierung auf Kosten des Landes. Bekanntlich läßt sich die Liste fortsetzen (Staatszoo, etc)....

NOMOS

BW, D, EU,
23.05.2006, 14:08

@ Suedbadner

Stuttgarter Zentralismus

Oha, "schwäbisch"- lastige Artikel usw...

Suedbadner, es ist schlimm und traurig zugleich, wenn man zur Kenntnis nehmen muß, dass sich diese dummen Vorurteile leider doch immer wieder bestätigen.

Zum Glück gibt es genügend vernünftig Badener, die zu Baden-Württemberg stehen und diesen Unsinn nicht mitmachen.
:-(

Suedbadner

23.05.2006, 15:42

@ NOMOS

Stuttgarter Zentralismus

» Oha, "schwäbisch"- lastige Artikel usw...
»
» Suedbadner, es ist schlimm und traurig zugleich, wenn man zur Kenntnis
» nehmen muß, dass sich diese dummen Vorurteile leider doch immer wieder
» bestätigen.

Nomos, wenn jemand auf der Gewinnerseite steht
muß man(n) es ja so sehen...

Ein Badner(R)

E-Mail

24.05.2006, 00:48

@ NOMOS

Stuttgarter Zentralismus

Zu NOMOS vom 22.5.2006

» Aber der krankhafte Zentralismusvorwurf an die Landeshauptstadt unter Einsatz aller Mittel, die Geschichte dabei nicht ausgenommen, "Ein Badener", das ist doch albern.

Welcher meiner Punkte ist falsch?
Wo sind die Gegenargumente?
Außer "das ist doch albern" ist Ihnen nichts eingefallen!

Zu den Literaturhinweisen "Die Frage" und "Lesenswert"

Hinter "Die Frage" findet man "Die Badenfrage" aus dem Buch "Die bessere Hälfte" von Hermann Bausinger, emeritierter Professor der Uni Tübingen. Mit dem was der Schwabe Bausinger schreibt kann man gegenüber Badnern nicht argumentieren. Dazu müsste man z. B. die Historiker Prof. Weinacht oder Prof. Hug bemühen.

Den Hinweis auf die "Badenfrage" von Bausinger findet man übrigens auf der Seite www.mediaculture-online.de, und dahinter verbirgt sich das Projekt Medienoffensive II des Landes Baden-Württemberg unter Federführung des Ministerium für Kultus, Jugend und Sport. Unter den vielen dort aufgeführten Autoren findet man weder Prof. Weinacht noch Prof. Hug, dafür aber Prof. Bausinger mit mehreren Titeln. Das fällt in den Bereich Propaganda für ein schwäbisches Baden-Württemberg.

Hinter "Lesenswert" steht ein Artikel aus "Die Zeit". Dieser ist für Badner lesenswert und für die Schwaben kein Ruhmesblatt. Er bestätigt die "demokratisch-schwäbische Art 1951/52" auf welche Baden-Württemberg entstanden ist, sowie die Befürchtungen von uns Badnern zuvor.

Nun zum Zentralismus, eine Auswirkung davon sind die Fusionen von badischen und württembergischen Institutionen. Das Muster ist dabei immer gleich. Es wird fusioniert, der Hauptsitz geht nach Stuttgart und die Arbeitsplätze werden ebenfalls dorthin verlagert. Baden wird dadurch geschwächt. In wenigen Fällen wie z. B. EnBW ist der Hauptsitz in Baden (Karlsruhe), die Gesellschaften mit den Arbeitsplätze und Steuerzahlungen wurden trotzdem nach Stuttgart verlagert, dort baut man in diesem Fall sogar eine EnBW-City im Fasanenhof, die Verlagerung des Hauptsitzes (Holding) dorthin ist dann wohl nur noch eine Frage der Zeit.

NOMOS

24.05.2006, 13:22

@ Ein Badner

Stuttgarter Zentralismus

Das ist nicht nur krankhaft, das ist chronisch.

Stuttgart ist die Landeshauptstadt!
Wer das nicht akzeptieren will dem ist ohnehin nicht zu helfen.

Jede Arbeitsplatzverlagerung und jede Veränderung wird sofort mit Zentralismus und Stuttgart in Verbindung gebracht.
Es gibt ja sonst keine Gründe. Das ist mehr als lächerlich.

Ich habe keine Lust, hier diese dümmliche Statisik zu betreiben. Es gibt Austausch in beiden Richtungen und es gibt nicht nur die EnBW! Nur ein Beispiel: FIDUCIA! Hier wurde die Rechenzentrale der württembergischen Genossenschaften mit der FIDUCIA fussioniert und nach Karlsruhe verlagert.
Hat hier irgendein betroffener Stuttgarter die "Baden-Schwabenfrage" gestellt?

.aber es wird wohl nichts helfen. Der Wahn ist wohl chronisch. :-(

Suedbadner

24.05.2006, 15:15

@ NOMOS

Stuttgarter Zentralismus

» Das ist nicht nur krankhaft, das ist chronisch.

Außer Wutausbrüchen fällt Ihnen wohl nichts
zum Thema ein?! Eigentlich wollten wir mit Fakten das Thema diskutieren.

» Stuttgart ist die Landeshauptstadt!
» Wer das nicht akzeptieren will dem ist ohnehin nicht zu helfen.

Stimmt- die ungeliebte.
Wenn allerdings ein Badner sagt, er fährt in die Landeshauptstadt, weiß der Andere, dass dieser
nach KA fährt. Fährt man nach Stuttgart sagt
er "ich fahre nach Stuttgart".

NOMOS

Baden-Württemberg in Europa,
24.05.2006, 18:55

@ Suedbadner

Stuttgarter Zentralismus

» » Das ist nicht nur krankhaft, das ist chronisch.
»
» Außer Wutausbrüchen fällt Ihnen wohl nichts
» zum Thema ein?! Eigentlich wollten wir mit Fakten das Thema diskutieren.

Das ist kein Wutausbruch, das ist wie man auch wieder an dieser Antwort sieht, eine leider zutreffende Feststellung.

Fakten?! Fakt ist, dass Stuttgart Landeshauptstadt ist. Nochmal, wer das bestreitet oder ignoriert, dem ist wirklich nicht zu helfen.

Wer geht denn auf Fakten nicht ein? Es werden doch nur ausgesuchte oder zurechtgebogene Fakten akzeptiert, die für diesen Separatismuswahn als Munition geeignet scheinen. Dabei gibt es erheblich mehr Gemeinsamkeiten zwischen Badenern und Württembergern als es Unterschiede gibt.

» Wenn allerdings ein Badner sagt, er fährt in die Landeshauptstadt, weiß
» der Andere, dass dieser
» nach KA fährt. Fährt man nach Stuttgart sagt
» er "ich fahre nach Stuttgart".

Auch ein Schwabe sagt nicht "er fährt in die Landeshauptstadt", sondern er sagt er fährt nach Stuttgart.

Trotzdem wissen beide, der Schwabe und der Badener, sie fahren in die Landeshauptstadt.

Aber ob jeder Badener, von Mannheim bis Lörrach, das angeblich so sagt und dann auch noch Karlsruhe meint, da melde ich doch mal starke Zweifel an.

Lieben? Wer muß Stuttgart oder Karlsruhe lieben? Stuttgart ist genau so liebenswert wie Karlsruhe oder umgekehrt!

Aber das spielt alles keine Rolle! Baden-Württemberg ist eines der erfolgreichsten Länder in Deutschland und in Europa. Baden-Württemberg (und damit alle Landesteile) haben Bestand und Zukunft. Daran wird dieser Nonsens hier nichts ändern. :-)

Suedbadner

24.05.2006, 19:24

@ NOMOS

Stuttgarter Zentralismus

»
» Fakten?! Fakt ist, dass Stuttgart Landeshauptstadt ist. Nochmal, wer das
» bestreitet oder ignoriert, dem ist wirklich nicht zu helfen.
Bestreitet ja keiner, aber deshalb muß man es
nicht lieben.
Es handelt sich nun mal um eine Zwangsehe-
und nicht um eine Liebesheirat.
Auch wenn viele sich damit arangiert haben.



» Lieben? Wer muß Stuttgart oder Karlsruhe lieben? Stuttgart ist genau so
» liebenswert wie Karlsruhe oder umgekehrt!
»
Jetzt mal ehrlich (auch ohne den ganzen Streit),- Stuttgart ist nicht gerade eine schöne Stadt,also leben wollte ich dort nicht.

Was die Fakten zum Thema angeht, wurden zig Argumente (und man könnte die Liste fortsetzen) gebracht. Aber Sie lassen keine gelten- ist ja alles nur Seperatisten- Mist, usw...Mehr fällt Ihnen dazu nicht ein, anstatt in einer normalen Diskussion die Probleme zu erörtern.

NOMOS

BW,D,EU,
24.05.2006, 20:02

@ Suedbadner

Stuttgarter Zentralismus

» Jetzt mal ehrlich (auch ohne den ganzen Streit),- Stuttgart ist nicht
» gerade eine schöne Stadt,also leben wollte ich dort nicht.
»
Wirklich ehrlich? Dann sollten Sie zur Kenntnis nehmen, dass das die Stuttgarter überwiegend anders sehen. Stuttgart ist eine der beliebtesten Großstädte. Die Menschen leben sehr gerne da und viele Besucher sehen das auch so. Gerade die "Verwandten" aus der Schweiz lieben Stuttgart sehr und sind dort häufig zu Gast. Also behalten Sie Ihre Meinung, aber die Wirklichkeit ist das nicht.
Es ist mir nicht bekannt, dass ein Stuttgarter je so von Karlsruhe geredet hätte. Jede Stadt hat seine Sonnen- und auch Schattenseiten. In Karlsruhe scheint auch nicht überall die Sonne.

» Was die Fakten zum Thema angeht, wurden zig Argumente (und man könnte die
» Liste fortsetzen) gebracht. Aber Sie lassen keine gelten- ist ja alles nur
» Seperatisten- Mist, usw...Mehr fällt Ihnen dazu nicht ein, anstatt in einer
» normalen Diskussion die Probleme zu erörtern.

Ja, welche der genannten "Probleme" möchten Sie denn gerne diskutieren?

Sinzheim, Stuttgart 21, "schwäbische Heuschrecken", Sinn und Zweck von Provinzflughäfen, EnbW oder ?????

Hat davon etwas mit "Baden-Stuttgart-Schwaben", Benachteiligungen, Bevorzugungen usw. zu tun? Oder gibt es Gründe dafür wie in Hamburg, Hannover, München, Wien, Deutschland, Europa, der globalisierten Welt?

Über jedes Thema kann man sich ernsthaft unterhalten und austauschen. Über die EnbW oder über Sinn oder Unsinn von Stuttgart 21 usw.. Aber zur Sache und nicht unter dem Postulat "Baden-Karlsruhe-Stuttgart-Schwaben".
Aber das wird wohl hier nichts werden.
:-|

Ein Badner(R)

E-Mail

25.05.2006, 01:18

@ NOMOS

Stuttgarter Zentralismus

Zu NOMOS vom 24.5.2006, 13:22 Uhr

» Stuttgart ist die Landeshauptstadt!
» Wer das nicht akzeptieren will dem ist ohnehin nicht zu helfen.

Dass sich in Stuttgart der Regierungssitz befindet und Stuttgart somit Landeshauptstadt ist wird nicht bestritten. Das ist aber auch schon alles. Die Landeshauptstadt hat keinen Anspruch darauf mehr finanzielle Zuwendungen zu erhalten, direkt und indirekt, als andere Städte und Gemeinden. Die Landeshauptstadt z. B. von Hessen ist Wiesbaden. Aber Wiesbaden beansprucht keinen sog. Landesflughafen, keine Landesmesse, keine Supertheater, keine Supermuseen, kein Wiesbaden21, keine Hauptsitze fusionierter Institutionen, kein Bankenviertel usw.

» Es gibt Austausch in beiden Richtungen und es gibt nicht nur die EnBW! Nur ein Beispiel: FIDUCIA! Hier wurde die Rechenzentrale der württembergischen Genossenschaften mit der FIDUCIA fusioniert und nach Karlsruhe verlagert.

Mit EnBW und FIDUCIA werden nach bekannter Methode Äpfel mit Birnen verglichen.

Die EnBW wurde unter Goll mit voller Rückendeckung der Landesregierung aus der Badenwerk AG (50 % Landesbesitz, Hauptaktionär) und der Energieversorgung Schwaben AG, EVS (100 % schwäbische Kommunen, Landkreise und Landesregierung) fusioniert. Als Hauptsitz wurde Karlsruhe festgelegt (Holding), die AGs und damit die Arbeitsplätze und Steurzahler wurden in Stuttgart angesiedelt. Die badischen Regionalservices wurden zu Gunsten der schwäbischen zerschlagen. Arbeitsplätze wurden nach Stuttgart bzw. Schwaben verlagert, Baden hat damit ein urbadisches Unternehmen "verloren".

Die FIDUCIA ist mit 40 Jahren Erfahrung, 3.500 Mitarbeitern, rund 10.000 mittelständischen Kunden aus Industrie, Finanzwesen, Einzelhandel und Öffentliche Hand, sowie mehr als 116.000 Anwendern der siebtgrößte Fullservice-Dienstleister für Informationstechnologie in Deutschland. Die Gesellschafter sind mit 97 % des Kapitals die Genossenschaftsbanken. Wenn sich nun die württembergischen Genossenschaften der FIDUCIA angeschlossen haben, dann deshalb weil es für sie wirtschaftlich ist und sie keine bessere Alternative hatten. Übrigens gibt es auch in Stuttgart einen Sitz der FIDUCIA, neben München, Berlin, Kassel usw. Der Hauptsitz allerdings ist Karlsruhe, nicht weil hier die Politik entschieden hat, sondern die Vernunft. In der Region Karlsruhe ist die Informationstechnologie zu Hause.

» Hat hier irgendein betroffener Stuttgarter die "Baden-Schwabenfrage" gestellt?

Wer sollte wegen der FIDUCIA die "Baden-Schwabenfrage" stellen, und warum?

» Ich habe keine Lust, hier diese dümmliche Statistik zu betreiben.

Wie meinen Sie das?

Zu NOMOS vom 24.5.2006, 20:02 Uhr

» Über jedes Thema kann man sich ernsthaft unterhalten und austauschen. Über die EnBW oder über Sinn oder Unsinn von Stuttgart 21 usw.. Aber zur Sache und nicht unter dem Postulat "Baden-Karlsruhe-Stuttgart-Schwaben".
» Aber das wird wohl hier nichts werden.

NOMOS, wenn das nichts wird liegt es an Ihnen.
Das was ich hier bringe sind Fakten, was Sie bringen sind unsachliche Darlegungen, Polemik und Halbwahrheiten, s. FIDUCIA.

NOMOS

BW,D,EU,
25.05.2006, 12:02

@ Ein Badner

Stuttgarter Zentralismus

» Zu NOMOS vom 24.5.2006, 20:02 Uhr
»
» » Über jedes Thema kann man sich ernsthaft unterhalten und austauschen.
» Über die EnBW oder über Sinn oder Unsinn von Stuttgart 21 usw.. Aber zur
» Sache und nicht unter dem Postulat "Baden-Karlsruhe-Stuttgart-Schwaben".
» » Aber das wird wohl hier nichts werden.
»
» NOMOS, wenn das nichts wird liegt es an Ihnen.
» Das was ich hier bringe sind Fakten, was Sie bringen sind unsachliche
» Darlegungen, Polemik und Halbwahrheiten, s. FIDUCIA.

» Das was ich hier bringe sind Fakten, was Sie bringen sind unsachliche
» Darlegungen, Polemik und Halbwahrheiten, s. FIDUCIA.

Was für Darlegungen, welche Polemik und welche Halbwahrheiten? Es ist nur ein von mir aufgeführtes Beispiel von Arbeitsplatzverlagerungen in Richtung Karlsruhe; mehr nicht. Was ist daran polemisch, was ist daran nicht wahr?

Die FIDUCIA und die Entwicklung der Rechenzentralen ist mir bekannt, ich brauche dazu keine Information und schon gar keine Belehrung.

Bemerkenswert ist, dass das von Ihnen als unternehmerische Entscheidung verteidigt wird. Das ist sie ohne Zweifel! Aber das sind andere Entscheidungen ebenso. Sie sind damit doch nur einverstanden, weil es in Ihre Richtung geht.

Sie sollten sich mal Ihr Beispiel, die EnBW, genauer ansehen. Das ist ebenso kein Karlsruher Unternehmen! Es hat seinen Sitz in Karlsruhe; es besteht darauf aber kein territorialer Karlsruher Anspruch.
Wem gehört denn die EnBW!?

Ihre Begründungen und Ihre Vorwürfe sind einfach absurd. Sie sollten sich fragen, wer die pure und unfaire Einseitigkeit verkörpert und keine sachliche Diskussion zulassen will.
Das nennt sich hier ja Forum!
:-|

Suedbadner

26.05.2006, 14:21

@ NOMOS

Stuttgarter Zentralismus

» Wirklich ehrlich? Dann sollten Sie zur Kenntnis nehmen, dass das die
» Stuttgarter überwiegend anders sehen. Stuttgart ist eine der beliebtesten
» Großstädte. Die Menschen leben sehr gerne da und viele Besucher sehen das
» auch so. Gerade die "Verwandten" aus der Schweiz lieben Stuttgart sehr und
» sind dort häufig zu Gast. Also behalten Sie Ihre Meinung, aber die
» Wirklichkeit ist das nicht.
» Es ist mir nicht bekannt, dass ein Stuttgarter je so von Karlsruhe geredet
» hätte.
Ist net,dass ich meine Meinung behalten darf,
ansonsten gelten bei Ihnen andere Meinungen ja nicht.
Stuttgart ist nun mal eine Ansammlung aus Autobahnen und Betonklötzen. Die Schweitzer kommen nicht wegen der Stadt- sondern um günstig einkaufen zu können.
Karlsruhe habe ich übrigens (zu diesem Thema) nie erwähnt, weder negativ- noch positiv.
Als Südbadner zieht es mich natürlich nach Freiburg, was Großeinkauf, Ausgehen, etc angeht.

NOMOS

B-W, D, EU,
26.05.2006, 15:50

@ Suedbadner

Stuttgarter Zentralismus

» Ist net,dass ich meine Meinung behalten darf,
» ansonsten gelten bei Ihnen andere Meinungen ja nicht.
"Gelten"? Ich lasse Ihnen doch Ihre Meinung, deshalb muß ich sie noch lange nicht teilen.

» Stuttgart ist nun mal eine Ansammlung aus Autobahnen und Betonklötzen. Die
» Schweitzer kommen nicht wegen der Stadt- sondern um günstig einkaufen zu
» können.

In Stuttgart waren Sie wohl noch nicht wirklich?

Die Schweizer wollen sicher auch günstig einkaufen, aber das ist nicht der wesentliche Grund. Sie kommen zum Fischmarkt, Weihnachtsmarkt usw.. Sie besuchen eine Stadt zwischen Wald und Reben. Ihnen gefällt diese Stadt und die Atmosphäre. Sie können sich ja mal die Werbung der Schweizer Reiseunternehmen ansehen.

» Als Südbadner zieht es mich natürlich nach Freiburg, was Großeinkauf,
» Ausgehen, etc angeht.

Ich kenne Freiburg gut und auch Baden weiter südlich, den Hotzenwald, Schopfheim, das Wiesental, Lörrach. Schöne Gegenden, die man mit Stuttgart nicht vergleichen kann. Baden-Württemberg ist in seiner Vielfalt ein schönes Bundesland und Stuttgart und der Mittlere Neckar haben ihren Anteil daran.

Warum alles was Stuttgart und die Schwaben betrifft von einer bestimmten badischen Seite immer ins Negative gezogen wird, das wissen nur die Götter. Die Ratio fehlt da völlig. :-|

südbadner(R)

29.05.2006, 10:40

@ NOMOS

Stuttgarter Zentralismus

» In Stuttgart waren Sie wohl noch nicht wirklich?

» Warum alles was Stuttgart und die Schwaben betrifft von einer bestimmten
» badischen Seite immer ins Negative gezogen wird, das wissen nur die
» Götter.

Ich hatte Verwandschaft in der Region, also
kenne ich die Stadt. Die Lage und Orte im Umland sind durchaus schön- aber Stuttgart selbst...Hier wurde beim Wiederaufbau nach dem Krieg einiges falsch gemacht. Egal was man gegen Stuttgart sagt- es ist immer Schwabenfeindlich- vertragt ihr überhaupt keine Kritik?

zu Nomos 24.05.
Warum sprechen sie anderen Landesteilen die Entwicklung ab?
Dazu gehören nun mal auch Regionalflughäfen, Messen usw. (natürlich
nicht in jeder Kleinstadt). Die Wirtschaft benötigt nun mal eine gewisse Infrastruktur,
bei uns zerbröseln aber schon die Straßen.
Ich bleibe mal am Beispiel Südbaden (in anderen Regionen sieht es ähnlich aus):
Statt Stuttgart 21 könnte man die Rheintalbahn endlich ausbauen, oder die seit dem Krieg unterbrochene (Brücke Breisach) Bahnlinie Freiburg- Colmar wieder in Betrieb nehmen. Es sagt ja niemand, der Raum Stuttgart
soll sich nicht entwickeln, aber nicht immer
nur auf Kosten des gesamten Landes.
Sie sagten ja, sie kennen den Raum Lörrach/ Hochrhein gut, dann wissen Sie ja, dass Südbaden Richtung Elsaß/ Schweiz schaut. Wäre
Stuttgart nicht die Landeshauptstadt, würde sich niemand dafür interessieren. Dies liegt
eben an der Lage. Berlin ist mit dem Flugzeug
(trotz Anfahrt/Check in) schneller zu erreichen, wie Stuttgart mit Auto/Bahn.
Günstiger dank Billigflieger sowieso.
Wenn Stuttgart unbedingt einen Staatszoo benötigt, müßte das Land die anderen Zoos eben auch betreiben.
In Freiburg muß das städt. Augustiner Museum saniert werden, welches etwa die Bedeutung des Unterlinden- Museum in Colmar hat. das Land hat nach langem hin und her versprochen etwas dazu zu geben, wenn der Haushalt es her gibt (wird wohl nichts). Wäre dieses Museum
im Raum Stuttgart würde es wohl gleich ganz vom Land betrieben und saniert.

Schwabenland(R)

15.01.2010, 12:16

@ südbadner

Stuttgarter Zentralismus

Also wenn ich BW mit Bayern vergleiche, dann sehe ich unser Land in keinster Weise als zentralistisch!

Wenn ich nur das Stiefmütterchendasein von Nürnberg so anschaue, während hier der Proporz stets wichtig ist.

Und Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Ulm, Heidelberg, Tübingen, Konstanz, hier gibts doch so viele schöne Städte!