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Ein Badner(R)

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06.02.2007, 23:23
 

Französisch-Unterricht in Baden

Französisch-Unterricht in Baden – aber nur entlang der Rheinschiene

Das Kultusministerium in Stuttgart hat 2002 angeordnet, dass ab dem Schuljahr 2003/2004 an allen Grundschulen im Land ab dem 1. Schuljahr Englisch als erste Fremdsprache gelehrt werden muss. Entlang der sog. Rheinschiene von Karlsruhe bis Lörrach soll jedoch an 101 Grundschulen statt Englisch, Französisch gelehrt werden. Die betroffenen badischen Eltern haben sich damals gegen diese Regelung gewehrt. Im Landeselternbeirat wurden die badischen Vertreter jedoch überstimmt. Der Französischunterricht findet seither entlang der Rheinschiene statt.

Die Weiterführung von Französisch als erste Fremdsprache an den Gymnasien war damals offiziell nicht vorgesehen. Nun liegt ein Ministeriumsentwurf vor nachdem der Französischunterricht an Gymnasien bis zur 9. Klasse fortgeführt werden muss. Viele Eltern laufen dagegen Sturm. Die Vorsitzende des Landeselternbeirates sagte dazu: „Die Eltern wollen – wie in anderen Landesteilen auch - Wahlfreiheit bezüglich der Sprachfolge. Das Ministerium soll die Eltern an der Rheinschiene endlich ernst nehmen“.

Inzwischen unterstützen verschiedene Organisationen in Baden die Eltern, u. a. auch die JU. Sie hat eine Internetseite eingerichtet auf welcher man gegen die Einführung von Französisch als erste Fremdsprache an den Gymnasien der Rheinschiene abstimmen kann.

Zur Info und Abstimmung
Abstimmung auf der Info-Seite ganz unten.

Weitere Infos

Wie stehen wir Badner zu diesem Thema?
Sehen wir Nachteile für unsere Kinder?

Ein Badner(R)

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10.02.2007, 22:42

@ Ein Badner

Französisch-Unterricht in Baden

» Französisch-Unterricht in Baden – aber nur entlang der Rheinschiene

» Die Vorsitzende des Landeselternbeirates sagte dazu: „Die Eltern wollen – wie in anderen Landesteilen auch - Wahlfreiheit bezüglich der Sprachfolge. Das Ministerium soll die Eltern an der Rheinschiene endlich ernst nehmen“.

Die Vorsitzende des Landeselternbeirates Frau Christiane Staab hat Gründe aufgeführt die gegen den Französischzwang entlang der Rheinschiene sprechen.

Geplanter Französischzwang in der Rheinschiene
11 Gründe weshalb aus Elternsicht die Wahlfreiheit bzgl. der Fremdsprachenfolge aufrecht erhalten werden muss.
Hier sind sie, diese 11 Gründe.

Ein Badner(R)

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18.03.2007, 16:20

@ Ein Badner

Französisch-Unterricht in Baden

Der Streit um das „Pflicht-Französisch" an den Gymnasien hat inzwischen an Schärfe zugenommen.

„Der Sonntag“ (Karlsruhe) schreibt:
„Der Landeselternbeirat (LEB), der sich für die Wahlfreiheit der Eltern bei der Sprachenfolge im Gymnasium einsetzt, hat die Mitarbeiter der Landesregierung und des Kultusministeriums aufgefordert, unsachliche und diskreditierende Vorwürfe an die Adresse seiner Vorstandsmitglieder einzustellen. ... Der Karlsruher CDU-Abgeordnete Manfred Groh sprach sich in dieser Woche entschieden für den Kurs seines Parteifreundes Kultusminister Rau aus. Als Befürworter der Französisch-Pflicht nimmt Groh in Karlsruhe eine Exotenstellung unter den Landtagsabgeordneten ein. Katrin Schütz die ebenfalls der CDU angehört, Johannes Stober (SPD), Renate Rastätter und Giesela Splett (beide Grüne) kämpfen gegen die verpflichtende Einführung von Französich als erste Fremdsprache in den Gymnasien der Rheinschiene.“

Groh hat auch behauptet: „Schon bei der Einführung von Französisch in der Grundschule im Jahr 2001 haben wir entschieden, Französisch am Gymnasium weiterzuführen“. Er beruft sich dabei auf eine einhellige Landtagsentscheidung von 2002, „Politik muss verlässlich bleiben, und wir werden vom damals gemeinsam mit der Landesregierung als richtig befundenen Weg nicht abweichen. Viele Eltern mit denen ich spreche, äußern ganz klar diese Erwartung“.
Stober (SPD) sagt dazu: „Manfred Groh ist der einzige Abgeordnete (in Karlsruhe) der die Karlsruher Interessen nicht vertritt. Es habe auch 2002 keinen Beschluss des Landtages für eine verbindliche Einführung von Französisch an Gymnasien gegeben“.

Infos zum Thema gibt es hier:
Landeselternbeirat Baden-Württemberg
Elterninfo Baden-Württemberg

Ein Badner(R)

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29.03.2007, 11:36

@ Ein Badner

Französisch-Unterricht in Baden

Schulausschuss des Landtages stimmt gegen Baden

29.3.2007 BNN: Der Schulausschuss des Landtages stärkte gestern die Position von Kultusminister Helmut Rau (CDU) und sprach sich mehrheitlich gegen das Pflichtfach (Französisch) ab Klasse fünf an den Gymnasien aus. In dem Ausschuss votierten nach Angaben des Vorsitzenden Norbert Zeller auch die Liberalen für die Pflichtfremdsprache (Französisch).

Die FDP-Mitglieder haben demnach entgegen der öffentlichen Verlautbarung ihres FDP-Fraktionschefs Ullrich Noll gestimmt, der noch vor einer Woche für Wahlfreiheit plädiert hat. SPD und Grüne haben wohl gegen den Französischzwang gestimmt.

Wenn die badischen CDU- und FDP-Abgeordneten die Interessen der badischen Eltern vertreten hätten, dann wäre keine Mehrheit für den Französischzwang in Baden entlang des Rheines zu Stande gekommen. Vorausgesetzt sie waren im Ausschuss bei dieser Abstimmung anwesend und ließen sich nicht durch nichtbadische Abgeordneten vertreten

Weiterhin ist es für uns Badner enttäuschend wenn in einem Ausschuss mit 18 Mitgliedern in welchem 11 badische Abgeordnete vertreten sind gegen Baden gestimmt wird. Und das bei einem Thema das nicht das ganze Land Baden-Württemberg sondern nur den badischen Landesteil und dort wiederum nur einen Teil der Bevölkerung betrifft. Diese betroffenen Badner haben Nachteile durch den Französischzwang während der nichtbetroffene Bevölkerungsteil bzw. das ganze Land noch nicht einmal Vorteile dadurch hat.

14. Landtag Baden-Württemberg
Ausschuss für Schule, Jugend und Sport

Die Zusammensetzung des Ausschusses ist auf der Seite des Landtages zu ersehen:
Ausschuss
Von dort führen Links zu den einzelnen Landtagsabgeordneten

Mitglieder des Ausschusses:

Vorsitzender: Zeller Norbert, SPD

CDU
Brunnemer, Elke, Wahlkreis 41 Sinsheim
Hoffman, Andreas, Walkreis 56 Konstanz
Krueger, Andrea
Kurtz, Sabine,
Lazarus, Ursula, Wahlkreis 33 Baden-Baden
Röhm, Karl-Wilhelm
Schebesta, Volker, Wahlkreis 51 Offenburg
Traub, Karl
Vosschulte, Christa,

SPD
Bayer, Christoph, Wahlkreis 48 Breisgau
Kaufmann, Gunter, Wahlkreis 32 Rastatt
Dr. Mentrup, Frank, Wahlkreis 35 Mannheim
Queitsch, Margot, Wahlkreis 47 Freiburg
Zeller, Norbert,

FDP/DVP
Dr. Arnold, Birgit, Wahlkreis 39 Weinheim
Kleinmann, Dieter

Grüne
Lehmann, Siegfried, Wahlkreis 56 Konstanz
Rastätter, Renate, Wahlkreis 28 Karlsruhe 2

südbadner(R)

30.03.2007, 11:11

@ Ein Badner

Französisch-Unterricht in Baden

Da sieht man mal wieder wie bürgerfern Stuttgart (Regierung) ist, aus irgend welchen idiologischen Gründen wird Französisch durchgesetzt, die Belange der Schüler interessieren überhaupt nicht.

Obwohl, ein Gutes hat es ja- es werden nicht mehr so viele Schwaben an den Rhein ziehen.:-D

http://badenweblog.wordpress.com

Ein Badner(R)

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30.03.2007, 12:19

@ südbadner

Französisch-Unterricht in Baden

» Obwohl, ein Gutes hat es ja- es werden nicht mehr so viele Schwaben an den
» Rhein ziehen.:-D

Mit mangelhaften Englischkenntnissen werden die heutigen badischen Kinder künftig, selbst hier am Rhein, Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben, z. B. im Fremdenverkehr Schwarzwald, Europapark Rust usw. Vielleicht kommen dann noch mehr Schwaben als bisher.

Ihr Arbeitsmarkt wird kleiner und auf einen Teil der Schweiz und Frankreich eingeschränkt, aber selbst dort werden sie Probleme haben, denn ihre Mitbewerber dort können u. a. auch Englisch.

Im Raum Stuttgart werden sie wegen schwacher Englischkenntnisse als Konkurrenten der Schwaben bei Bewerbungen bei Weltfirmen wie Daimler, Bosch u. Co fehlen.

Auch in Nordbaden bzw. der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar werden sie deshalb Probleme bekommen z. B. SAP, BASF usw.

Weiterhin kommen dann aus unserem Raum weniger Lateiner, auch das wird sich bei den einschlägigen Berufen später bemerkbar machen.

Und schließlich werden auch im privaten Bereich künftig mehr Englischkenntnisse als heute erforderlich sein. Publikationen im Internet z. B. sind überwiegend Englisch.

Welchen Nutzen haben die Kinder am Rhein davon, dass sie gezwungen werden Französch statt Englisch zu lernen?
Welchen Nutzen hat das Bundesland Baden-Württemberg davon?

südbadner(R)

30.03.2007, 13:46

@ Ein Badner

Französisch-Unterricht in Baden

»
» Mit mangelhaften Englischkenntnissen werden die heutigen badischen Kinder
» künftig, selbst hier am Rhein, Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben, z. B.
» im Fremdenverkehr Schwarzwald, Europapark Rust usw. Vielleicht kommen dann
» noch mehr Schwaben als bisher.
»
War ja nur ein Scherz, ansonsten kann ich nur beipflichten!

Ein Badner(R)

E-Mail

30.03.2007, 14:37

@ südbadner

Französisch-Unterricht in Baden

» War ja nur ein Scherz, ansonsten kann ich nur beipflichten!

Ich habe das auch so verstanden, aber zum Anlass genommen auf den Ernst hinzuweisen.

Luitpold(R)

15.04.2007, 21:58

@ südbadner

Französisch-Unterricht in Baden

» Da sieht man mal wieder wie bürgerfern Stuttgart (Regierung) ist, aus
» irgend welchen idiologischen Gründen wird Französisch durchgesetzt, die
» Belange der Schüler interessieren überhaupt nicht.
»
» Obwohl, ein Gutes hat es ja- es werden nicht mehr so viele Schwaben an den
» Rhein ziehen.:-D
»
» http://badenweblog.wordpress.com

Es erhebt sich überhaupt die Frage, ob die Stuttgarter Regierung Sonderregelungen für bestimmte Regionen erlassen kann bzw. ob der Landtag entsprechende Gesetze für Teilgebiete nur erlassen kann. Das ist schon recht merkwürdig aus landesverfassungsrechtlicher Sicht.
Geht es den Stuttgarter Regierenden doch so sehr um die Einheit des Landes.

Ein Badner(R)

E-Mail

23.04.2007, 23:31

@ Luitpold

Französisch-Unterricht in Baden

» Da sieht man mal wieder wie bürgerfern Stuttgart (Regierung) ist.

Hier können wir Bürger der Regierung etwas Bürgernähe bringen.

Französischpflicht am Rhein?

Abstimmen beim SWR

Ein Badner(R)

E-Mail

01.05.2007, 20:35

@ Ein Badner

Französisch-Unterricht in Baden

Der Landtag lehnte nach kontroverser Debatte einen Antrag der Grünen ab, die Gymnasien im Südwesten selbst entscheiden zu lassen, welche Fremdsprache als erste gelehrt wird. Als einzige aus der CDU-Fraktion stimmte die Karlsruher Abgeordnete Katrin Schütz für den Antrag der Grünen. Protest gibt es inzwischen auch von Industrie und Handwerk.

Es war eine namentliche Abstimmung. Die Badnerin Katrin Schütz hat Mut bewiesen und gegen den Fraktionszwang für die Interessen ihrer Wähler gestimmt. Die anderen badischen CDU- und FDP-Abgeordneten der Rheinschiene haben ihre Wähler im Stich gelassen.

Der Spiegel schreibt hierzu u. a.:
Die innerdeutsche Demarkationslinie ist Teil der Schulpläne der baden-württembergischen Landesregierung: Die bundesweit einmalige Regel wird ab kommendem Schuljahr 60 Gymnasien betreffen.
Der Streit ist mehr als nur eine lokale Pose: Es ist ein Kulturkampf zwischen dem alten Europa und den Zwängen der Globalisierung. Unversöhnlich steht die Generation Internet, die sich eher für Chinesisch interessiert als für Französisch, den Jüngern Adenauers und de Gaulles gegenüber.
Im benachbarten Elsass verfolgt man die sprachpolitischen Verrenkungen der Deutschen mit Verwunderung. In Frankreich gibt es keine derartige Regel, und die große Mehrheit der Schüler wählt die Sprache die ihnen am nächsten steht – Englisch.

Der Widerstand der Eltern geht weiter. Betroffene Eltern und ihr Kind wollen mittels einer Normenkontrollklage vorgehen und bitten mit dem folgenden Aufruf um Unterstützung:
„Bitte unterstützen Sie diese Klage finanziell. Sie wird schließlich im Sinne der Eltern und Kinder Badens geführt und sollte deshalb finanziell nicht nur zu Lasten einer Familie gehen. Jeder Euro hilft uns weiter.
Da die Klage so schnell wie möglich eingereicht werden muss, spenden Sie bitte sofort.“

Das Unterstützungskonto wird bei der ARGE Arbeitsgemeinschaft der gymnasialen Eltern Nordbadens geführt.
Sparkasse Karlsruhe
Kontoinhaber: ARGE Karlsruhe
Kontonummer: 108080748
Bankleitzahl: 660 501 01
Stichwort "Fremdsprachenwahl"
E-Mail: arge-karlsruhe@gmx.de

Ein Badner(R)

E-Mail

03.05.2007, 09:42

@ Ein Badner

Französisch-Unterricht in Baden

» Das Unterstützungskonto wird bei der ARGE Arbeitsgemeinschaft der gymnasialen Eltern Nordbadens geführt.

Weitere Infos

Badisches Meer(R)

10.05.2007, 17:19

@ Ein Badner

Französisch-Unterricht in Baden

» » Obwohl, ein Gutes hat es ja- es werden nicht mehr so viele Schwaben an
» den
» » Rhein ziehen.:-D
»
» Mit mangelhaften Englischkenntnissen werden die heutigen badischen Kinder
» künftig, selbst hier am Rhein, Probleme auf dem Arbeitsmarkt haben, z. B.
» im Fremdenverkehr Schwarzwald, Europapark Rust usw. Vielleicht kommen dann
» noch mehr Schwaben als bisher.
»
» Ihr Arbeitsmarkt wird kleiner und auf einen Teil der Schweiz und
» Frankreich eingeschränkt, aber selbst dort werden sie Probleme haben, denn
» ihre Mitbewerber dort können u. a. auch Englisch.
»
» Im Raum Stuttgart werden sie wegen schwacher Englischkenntnisse als
» Konkurrenten der Schwaben bei Bewerbungen bei Weltfirmen wie Daimler,
» Bosch u. Co fehlen.
»
» Auch in Nordbaden bzw. der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar werden
» sie deshalb Probleme bekommen z. B. SAP, BASF usw.
»
» Weiterhin kommen dann aus unserem Raum weniger Lateiner, auch das wird
» sich bei den einschlägigen Berufen später bemerkbar machen.
»
» Und schließlich werden auch im privaten Bereich künftig mehr
» Englischkenntnisse als heute erforderlich sein. Publikationen im Internet
» z. B. sind überwiegend Englisch.
»
» Welchen Nutzen haben die Kinder am Rhein davon, dass sie gezwungen werden
» Französch statt Englisch zu lernen?
» Welchen Nutzen hat das Bundesland Baden-Württemberg davon?



Englisch für Schwaben

Englisch ist doch gar nicht so schwierig - Einfach langsam Schwäbisch schwätza...
(Schwäbisch = diese seltsame Murmelsprache, die sich anhört, als ob man eine Klobürste verschluckt hat)

Übrigens mal dringend aufpassen und darauf achten, z.B. bei TV und Radiosendungen:

Die Sch(w)aben selbst glauben, daß sich langsam gesprochenes Schwäbisch hochdeutsch anhört. Die Wahrheit: Es hört sich grauenhaft und lächerlich an.

Abschreckendes Beispiel: Öttinger :-D

Gruß vom Badischen Meer

Ein Badner(R)

E-Mail

11.05.2007, 22:28

@ Ein Badner

Französisch-Unterricht in Baden

» Der Widerstand der Eltern geht weiter. Betroffene Eltern und ihr Kind
» wollen mittels einer Normenkontrollklage vorgehen und bitten mit dem
» folgenden Aufruf um Unterstützung:
» „Bitte unterstützen Sie diese Klage finanziell. Sie wird schließlich im
» Sinne der Eltern und Kinder Badens geführt und sollte deshalb finanziell
» nicht nur zu Lasten einer Familie gehen. Jeder Euro hilft uns weiter.
» Da die Klage so schnell wie möglich eingereicht werden muss, spenden Sie
» bitte sofort.“

Lt. ARGE sind die 15.000 Euro inzwischen gespendet. Die Spendenaktion wird somit beendet.
Auszug aus der Pressemitteilung der ARGE:

... „Das Ergebnis dieser Aktion hat uns überwältigt“, sagt ARGE-Vorsitzender Uwe Bimmler. Innerhalb kurzer Zeit seien mehrere hundert Einzelspenden eingegangen und mehr als 15 000 Euro auf das Spendenkonto geflossen. Täglich hätten die ARGE zudem Mails erreicht, in denen die Bevölkerung sich für das Engagement bedankte. Der Schulterschluss reichte über die Gruppe der Elternschaft weit hinaus: Spenden und Mails kamen von allen politischen Gruppierungen, Lehrern, Schülern und Wirtschaftsunternehmen. „Die Solidarität, die hier landesweit gezeigt wurde hat uns bestärkt, den Klageweg konsequent weiter zu verfolgen“ ...

südbadner(R)

12.06.2007, 11:08

@ Ein Badner

Französisch-Unterricht in Baden

Neues zum Thema: Das Ministerium behauptet gern, nur der Raum Karlsruhe wäre gegen den Franz- Unterricht. In Freiburg hat nun eine Umfrage von Grundschülern und deren Eltern das Gegenteil bewiesen. Eltern dagegenen 90%/ Schüler 80%. Neben der hohen Teilname, gab es auch jede Menge negativer Kommentare auf.

horchnet

Bodi(R)

Leopoldshafen,
02.08.2007, 13:19

@ südbadner

Französisch-Unterricht in Baden

"Die Landesregierung ist mit ihrem Vorhaben zur Einführung von Französisch als erster Fremdsprache an Gymnasien entlang der "Rheinschiene" zumindest vorerst gescheitert. Heute (24.07.07) wurde eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshof in Mannheim vom gestrigen Montag über einen Eilantrag gegen die Französischpflicht an Gymnasien entlang der Rheinschiene bekannt, den Karlsruher Eltern im Juni eingereicht hatten..."

siehe http://www.ka-news.de/karlsruhe/news.php4?show=phf2007724-287I

Rotgold(R)

11.06.2008, 23:32

@ Bodi

Französisch-Unterricht in Baden

Und damit hat sich zum Glück dieses Problem erledigt!

JohannesD(R)

16.06.2008, 21:57

@ Ein Badner

Französisch-Unterricht in Baden

Leute, ich kann euch nicht verstehen. Es geht hier doch nicht um ein entweder oder. Mit Französisch wird eben angefangen, wegen der Grenznähe durchaus sinnvoll. Man kann die Sprache schnell anwenden und Fortschritte machen, in der Grenzregion braucht man Französisch sicher häufiger als Englisch. Trotzdem wird aber Englisch gelernt, also was soll diese enorme Aufregung. Nachteile sind nicht im geringsten zu befürchten. Und da es ab der Grundschule ist, fangen sie auch noch deutlich früher an. Ich hab Englisch erst ab der 5. Klasse angefangen, damals gabs Grundschul-Fremdsprachen noch nicht, und kanns heute sehr gut. Und das obwohl ich in der 5. Klasse noch keine große Lust hatte mich damit zu beschäftigen und lieber andere Dinge tun wollte. Ich musste es aber, was wird da erst ein Sechsjähriger von halten. Das bleibt natürlich auch kulturell nicht ohne Einfluss.
Wir sollten uns eher darüber ärgern, daß man heute der Ansicht ist, man müsste die Kinder schon in der Grundschule diesem massiven Wettbewerbs- und Leistungs-Druck aussetzen. Die haben noch nicht mal ihr Deutsch richtig perfektioniert und werden mit mehreren Fremdsprachen überrannt. Am Ende werden sie gar nix richtig können, das wäre dann allerdings ein wirklicher Nachteil. Wir sind dabei die Kindheit zu verschenken, und Oettinger mochte ich in der Hinsicht auf Englisch noch nie. Das gehört doch alles zu seinem Programm der English-Speaking und globalized Community in a new Europe, oder so ähnlich. Wie war das: "Deutsch bleibt die Sprache, in der man vielleicht noch privates liest, Englisch wird die Sprache des Arbeitslebens und des täglichen Umgangs."(Oettinger) Da sag ich nur, nein danke. Macht doch nicht alle bei diesem Wahnsinn mit.

--

JohannesD(R)

16.06.2008, 22:29

@ JohannesD

Französisch-Unterricht in Baden

noch ist die beste Voraussetzung für einen guten Arbeitsplatz immer noch gutes Deutsch, unterentwickelte Deutsch-Kenntnisse werden vom Arbeitgeberverband an erster Stelle kritisiert (ist tatsächlich so). Keine Rede davon, man müsste den Kindern Englisch beibringen, bevor sie überhaupt lesen und schreiben gelernt haben. Angebracht wäre es das Lesen und die sprachliche Kompetenz zu fördern, da sind wir rückläufig. Komplizierte Texte werden immer weniger verstanden, das ergeben diverse Studien.
Wenn man da mal rangehen würde, brächte das auch was fürs Englisch-Lernen. Stattdessen verfällt man allseits dem regelrechten Englisch-Wahn. Heute in der Grundschule, morgen im Kindergarten und übermorgen ganz ohne Deutsch, genau das wird von vielen Politikern gewollt, weil sie Deutsch als ein Hindernis zur europäischen Integration sehen.

--

Rotgold(R)

17.06.2008, 08:30

@ JohannesD

Französisch-Unterricht in Baden

@ Johannes D

Ich glaube, du verstehst nicht.

Es ging um das ZWANGS-Französisch als ZWANGS- erste Fremdsprache.

So was wäre einmalig in Deutschland gewesen.

Niemand hier hat was gegen Französisch-Unterricht.

Aber nicht, wenn er ZWANGSWEISE die erste Fremdsprache ist.

Ein Badner(R)

E-Mail

23.06.2008, 23:41

@ Rotgold

Französisch-Unterricht in Baden

Nachdem das Zwangsfranzösisch am Gymnasium abgewehrt ist geht es um das Zwangsfranzösisch an der Grundschule.

Die Kinder im Rheintal müssen ab dem 1. Schuljahr Französisch lernen, während die übrigen Kinder in Baden-Württemberg Englisch lernen. Für die badischen Kinder im Rheintal ist das eine Benachteiligung. Im späteren Arbeitsleben werden sie geringere Englischkenntnisse und damit Nachteile haben. Die Sprache am Arbeitsplatz wird Englisch sein, mit dem gelernten Französisch können sie kein Geld verdienen.

Selbst beim französischen Konzern L'Oreal ist die Arbeitssprache Englisch, auch wenn mit Paris telefoniert wird. Im deutsch-französischen EADS-Konzern (u. a. Airbus) gibt es mit den beiden Sprachen Deutsch und Französisch Verständigungsprobleme. Der Airbus-Chef Enders sagte dazu: "Wir brauchen Englisch als Arbeitssprache, nicht nur im Management, sondern auch bei den Arbeitern und Angestellten" (Handelsblatt 23.6.08).

JohannesD(R)

25.06.2008, 18:34

@ Ein Badner

Französisch-Unterricht in Baden

Ich bezweifle die Nachteile. Am Gymnasium wird auf jeden Fall Englisch gelehrt. Das bedeutet 9 Jahre Englisch-Unterricht. In neun Jahren kann man Englisch ohne Weiteres lernen, wenn die Lehrer gut sind und die Schüler es selbst wollen. Da wird niemand schlechter Englisch können, zumal in der Grundschule nur mit Bildern gearbeitet wird und sehr langsam und behutsam ein paar Grundsätze beigebracht werden.

In der Grenzregion wird Französisch eher ein Vorteil sein, es gibt eigentlich keine Grenzregion in der Kenntnisse der Nachbar-Sprache keine Vorteile bringen, weil Firmenkontakte immer erst in der Nähe aufgebaut werden. Grenzüberschreitender Handel, Handwerk, Dienstleistung, Tourismus und so weiter, allein durch die Grenznähe. Auch kann man in Frankreich in der Nähe zur eigenen Stadt arbeiten, was ohne Französisch so gut wie ausgeschlossen ist.
Bei Global-Playern mag das natürlich alles anders sein. Was die Global-Player und die Einführung von Englisch als Standardsprache angeht, das ist tatsächlich so. Deswegen muß man es aber noch lange nicht gut finden. Es ist aber sogar zweifelhaft, daß sich das auf Dauer durchsetzt. Die ersten Studien ergeben bereits einen Rückgang der Produktivität. Unter anderem deshalb, weil die Kommunikation in einer Fremdsprache häufig runtergeschraubt wird. Deutsche reden untereinander weniger, wenn sie zwangsweise in einer anderen Sprache reden müssen. Außerdem gibt es immer wieder kleinere Kommunikationsprobleme bzw. eine Verlangsamung der Prozesse. Was daraus wird ist noch nicht endgültig abzusehen.

Ich bin gegen die Benachteiligung Badens, und ich bin auch gegen Zwang, aber ich sehe diesen Fall etwas anders. Darüber hinaus ist Englisch in der Regel auch erste Zwangs-Sprache, ebenfalls ein Zwang, also geht es doch um Französisch. Optimal wäre es, wenn hier insgesamt mehr Freiraum in der Entscheidung liegen würde. Dann kann jeder selbst entscheiden, was er für richtig hält. Die humanistischen Gymnasien beispielsweise, die mit Latein anfangen und später mit Englisch, zeigen bei den Schülern keinerlei Nachteile, ganz im Gegenteil, hier ist der Anteil der späteren Elite am größten (von Elite-Gymnasien abgesehen). Das allein widerlegt eigentlich schon die Annahme, wenn man nicht mit Englisch anfangen würde, wäre die Karriere futsch.

--