März 2026
Baden im neuen Landtag unterrepräsentiert
Der Wechsel zu einem Wahlsystem mit Erst- und Zweitstimmen und landesweiten Landeslisten, wurde u.a. aufgrund der Unterrepräsentation von Frauen in den vergangenen Landtagen eingeführt. Tatsächlich liegt der Frauenanteil nach der umgehenden nach der Wahl veröffentlichten Analyse der Landeszentral für politische Bildung so hoch wie noch nie bei 33,8%1. Allerdings stieg der Anteil nur um 4,6 Prozentpunkte gegenüber dem bisherigen Höchststand nach der Landtagswahl 2021. Von einer nach dem Geschlechterverhältnis in der Bevölkerung ausreichenden Repräsentation von Frauen im neuen Landtag kann daher immer noch nicht gesprochen werden.
Im 2021 gewählten Landtag betrug der Anteil der im historischen Baden wohnenden Abgeordneten ca. 44% und entsprach damit sogar leicht mehr als dem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 42,4%. Im neuen Landtag hingegen sind badische Abgeordnete nun gemessen an der Bevölkerungsverteilung unterrepräsentiert: nur 38,2% der Abgeordneten wohnen in Baden.Dies liegt hauptsächlich an der Fraktion der AfD, die nur aus 25,7% in Baden wohnenden Abgeordneten besteht. Die Fraktionen der Grünen, CDU und SPD setzten sich nach den Wohnorten der Abgeordneten betrachten, annähend aus einem der Gesamtbevölkerung entsprechendem Verhältnis zusammen.
Ausfühliche Auswertung Landtagswahl 2026






